Sketchbook

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Skizzenbücher sind eigentlich sehr intime Begleiter, die erst im der Zeit Charakter annehmen, gemeinsam mit dem Zeichner, der sie füllt, und gemeinsam Erlebtes und Erfahrenes sichtbar macht. Wenn man mit seinem Skizzenbuch Zwiesprache hält, geht es nicht um Publikum, nicht um einen Zweck oder einen Effekt. Oft sind es ruhige, intensive Augenblicke, Zeiten in denen man auf den Zug wartet, oder im Stau steht, Zeiten in denen man einfach die Welt vergessen möchte – indem man ein Stück von ihr zeichnet.

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So sind Skizzenbücher sehr poetische Wesen – mit ihren Irrungen und Wasserflecken, mit ihren Stimmungen, Klecksereien und manchmal Meisterwerken. Aber sie sind sehr diskrete Freunde, behalten ihre Geheimnisse für sich. Während deren große Geschwister – die richtigen Kunstwerke oder die ausgearbeiteten Illustrationen – das Licht der Welt erblicken, bleiben sie im Dunkel der Buchseiten verborgen, verschreckt, wenn sie plötzlich nach Jahren wieder durchblättert und von fremd gewordenen Augen angeblickt werden.

Ein paar dieser Zeichnungen will ich nach und nach in dieser Rubrik veröffentlichen, denn sie sind zu schade, um mit den Jahren einfach zu Staub zu verfallen.